Wenn wir uns selbst aus den Augen verlieren.
Manchmal schauen wir auf unser Leben und stellen fest, dass wir uns um alles kümmern.
Um die Familie, um unsere Arbeit, um die Termine, um alle möglichen Verpflichtungen, um andere Menschen…
Und irgendwie funktioniert das ja alles, zumindest nach außen hin.
Doch irgendwann kommt dieser Moment, da merkst du: Irgendetwas fehlt.
Und das ist nicht unbedingt im Außen, sondern in Dir.
Vielleicht hast Du Dich selbst bei dem ganzen Tun ein Stück verloren.
Nicht von heute auf morgen; sondern ganz langsam und fast unbemerkt.
Hast Du Dich schon einmal gefragt, wann Du Dich selbst eigentlich zur Selbstverständlichkeit gemacht hast?
Alles, was selbstverständlich wird, verliert irgendwann an Aufmerksamkeit.
Beziehungen…Freundschaften…Gesundheit…und manchmal… sogar wir selbst.
Du bist nicht die Hintergrundmusik Deines Lebens
Viele Menschen behandeln sich selbst wie etwas, das einfach immer da ist.
Der eigene Körper funktioniert ja.
Man steht morgens auf, man geht zur Arbeit.
Man erledigt seine Aufgaben und kümmert sich.
Man hält durch und macht weiter, egal was ist; jeden Tag.
Und genau darin steckt eine Gefahr.
Denn irgendwann wird all das selbstverständlich.
Du bemerkst gar nicht mehr, was Du jeden Tag leistest.
Du nimmst nicht mehr wahr, wie oft Du über Deinen eigenen Schatten springst.
Wie oft Du dann weitermachst, obwohl es gerade schwer ist.
Wie oft Du für andere da bist.
wie oft…
Von Dir?! Naja, Du erwartest es einfach von Dir.
Ganz so als wäre es nichts Besonderes.
Für andere hast Du Verständnis. für Dich auch?
Wenn eine Freundin erschöpft ist, hast Du wahrscheinlich Mitgefühl.
Wenn ein Kollege eine Pause braucht, kannst Du das nachvollziehen.
Wenn jemand einen Fehler macht, findest Du oft verständnisvolle Worte.
Doch wie sprichst Du mit Dir selbst?
Oft deutlich härter und wahrscheinlich deutlich strenger.
Und manchmal sogar gnadenlos.
Ja, das können wir gut.
Dann heißt es:
„Ich müsste doch mehr schaffen.“
„Ich sollte mich nicht so anstellen.“
„Andere bekommen das doch auch hin.“
Und während Du allen Anderen Verständnis entgegenbringst, gehst Du mit Dir selbst um, als müsstest Du ständig etwas beweisen.
Doch warum eigentlich?
Selbstachtung ist kein Egoismus
Hast Du auch gelernt, dich selbst immer hinten anzustellen?
Sobald Du an deine eigenen Bedürfnisse denkst, meldet sich dein schlechtes Gewissen.
„Darf ich das überhaupt oder ist das nicht egoistisch?“
„Müsste ich denn nicht zuerst an die anderen denken?“
Dabei wird etwas Wichtiges oft übersehen:
Selbstachtung bedeutet nicht, dass Du Dich über andere stellst.
Selbstachtung bedeutet, dass Du Dich nicht unter sie stellst.
Es bedeutet, Dich als genauso wichtig zu betrachten wie jeden anderen Menschen.
Nicht mehr und auch nicht weniger.
Sich Zeit für sich zu nehmen, Grenzen zu setzen, mal eine Pause zu machen. Auch mal Nein zu sagen und sich, wenn nötig, Unterstützung zu holen.
All das hat nichts mit Egoismus zu tun. Es ist Ausdruck von Selbstachtung.
Warum Komplimente manchmal so schwer anzunehmen sind
Und vielleicht kennst Du das auch:
Jemand macht Dir ein ehrliches Kompliment.
Und sofort kommt ein Satz wie:
„Ach, das war doch nichts.“
„Das kann doch jeder.“
„So besonders war das jetzt nicht.“
Fast automatisch reden wir klein, was andere an uns wahrnehmen.
Vielleicht, weil wir uns selbst längst daran gewöhnt haben.
Vielleicht, weil wir unsere eigenen Stärken für selbstverständlich halten.
Doch nur weil etwas für Dich selbstverständlich geworden ist, bedeutet das nicht, dass es wirklich selbstverständlich ist.
Vielleicht sieht ein anderer gerade etwas in Dir, das Du selbst schon ganz lange nicht mehr wahrnimmst.
Die wichtigste Beziehung führst Du jeden Tag mit Dir selbst
Die meisten Beziehungen in unserem Leben verändern sich.
Menschen kommen und Menschen gehen.
Lebensumstände ändern sich.
Doch eine Beziehung bleibt: Die zu Dir selbst.
Und genau deshalb lohnt es sich, hin und wieder innezuhalten und Dich zu fragen:
Wie gehe ich eigentlich mit mir um?
Nehme ich mich ernst?
Nehme ich meine Bedürfnisse ernst?
Kann ich anerkennen, was ich leiste?
Oder behandle ich mich selbst längst wie etwas, das einfach funktionieren muss?
Vielleicht beginnt Selbstwert nicht damit, mehr zu werden.
Vielleicht beginnt er damit, wieder wahrzunehmen, wer Du längst bist.
Denn Du bist nicht selbstverständlich und Dein Leben ist es auch nicht.
Mein Wunsch für Dich
Vielleicht musst Du Dich gar nicht verändern.
Vielleicht musst Du Dich nur wieder sehen, Dich ernst nehmen und Dich verstehen.
Und Dir dieselbe Aufmerksamkeit schenken, die Du so selbstverständlich anderen gibst.
Die Aufmerksamkeit für Dich selbst.
Wie gehe ich eigentlich mit mir selbst um?
Wenn Du diese Frage nicht mehr alleine beantworten möchtest, begleite ich Dich gerne ein Stück auf Deinem Weg.
Vereinbare gerne dein kostenfreies Erstgespräch, per Telefon oder live in meiner Praxis in Pentling bei Regensburg.
Herzlichst,
PS: Manchmal fällt es leichter, sich selbst wieder wahrzunehmen, wenn der Alltag ein wenig Pause macht.
Genau dafür gibt es meine QiGong-Retreats im Kloster Weltenburg:
Zeit zum Durchatmen, Innehalten und Ankommen. Vielleicht genau das, was Du gerade brauchst.